Der Verein PLUS e. V. ist der Träger aller Aktivitäten der Beratungsstelle. Er hatte Ende 2019 50 Mitglieder. Er ist Mitglied im PARITÄTischen Wohlfahrtsverband, im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg, im Landesverband Baden-Württemberg des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD), bei Queere Bildung - Bundesverband für Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Bereich sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, im Jugendnetzwerk Lambda, im Landesverband der AIDS- Hilfe Baden-Württemberg sowie der Deutschen AIDS-Hilfe.

Ein stetig wachsender und sehr aktiver Teil des Vereins ist die JUGEND von PLUS. Hier bündeln sich die Interessen der jungen Menschen, können neue Angebote sowie die Außenvertretung geplant und koordiniert werden. Ende 2019 hatte die JUGEND von PLUS 96 Mitglieder im Alter von bis zu 27 Jahren aus der gesamten Rhein- Neckar-Region. Mehr Informationen finden Sie hier.

Gegründet wurde der Verein im Sommer 1998 von einer seit Jahren in der LSBTTIQ Community engagierten Gruppe von Personen mit mehrheitlich psychosozialen und medizinischen Berufen. Die gleichnamige Beratungsstelle nahm ihre Arbeit im Herbst 1998 auf. Die offizielle Eröffnung der Beratungsstelle fand im März 1999 statt.

Warum wir PLUS gegründet haben:

Die rechtliche Stellung und gesellschaftliche Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans, inter und queeren Menschen (LSBTTIQ) hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Zunächst mag der Eindruck entstehen, dass LSBTTIQ dieselben Lebensbedingungen und Möglichkeiten wie cis/dyadische/heterosexuelle Menschen haben. Tatsächlich sind abwertende Einstellungen gegenüber LSBTTIQ weit verbreitet. LSBTTIQ werden in unserer Gesellschaft weitaus größere Identitäts-, Kontakt- und Konfliktleistungen abverlangt als den meisten anderen Menschen. Deshalb muss psychologische Beratung Entfaltungsraum zur Verfügung stellen, in dem die eigene sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität und Vielfalt nicht in Frage gestellt oder abgewertet wird.

Die Ziele und Aufgaben des Vereins sind in der Satzung fest geschrieben, besonders wichtig ist dabei § 2 Zweck des Vereins.

1. Zweck des Vereins ist einerseits die Unterstützung von LSBTTIQ Menschen, die wegen ihres geistigen oder seelischen Zustands auf Hilfe angewiesen sind, weil sie mit HIV infiziert oder an AIDS erkrankt sind oder nicht den Mut haben, sich ihren Mitmenschen anzuvertrauen oder eine allgemeine Beratungsstelle aufzusuchen.

2. Zweck des Vereins ist andererseits die Förderung der Bildung und Erziehung, indem sich der Verein darum bemüht, die Allgemeinheit über die Phänomene der Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität aufzuklären, die weit verbreiteten Vorurteile über LSBTTIQ abzubauen und der Allgemeinheit die Erkenntnis der Sexualwissenschaft zu vermitteln, dass homo-, bi- und  heterosexuelles Empfinden und Verhalten gleichwertige Ausprägungen der einen menschlichen Sexualität sind sowie trans und inter Geschlechtlichkeiten gleichwertig neben der cis-dyadischen Geschlechtlichkeit zur geschlechtlichen Vielfalt der Menschen gehören.

Die Satzungen von PLUS und dem Förderverein von PLUS sind für alle Interessierten zugänglich und können in der Beratungsstelle angefordert werden.

Wie wird Plus finanziert?

Die Arbeit von PLUS wird durch verschiedene Quellen finanziert: Beiträge der Mitglieder und Fördermitglieder, private Geld- u. Sachspenden, Engagement der SponsorInnen, die vor allem aus den schwul-lesbischen Geschäftsleuten der Region bestehen, Stiftungsgelder, Erlöse aus Benefizveranstaltungen, den Kostenbeiträgen der KlientInnen und Seminarteilnehmenden und nicht zuletzt durch ein großes ehrenamtliches Engagement.

In den ersten drei Jahren bekam PLUS Unterstützung vom Arbeitsamt Mannheim für den Aufbau der Beratungsstelle, die schrittweise bis Oktober 2002 auslief. Für einzelne Projekte erhielt und erhält PLUS einen Teil der Kosten von Stiftungen, wie z.B. Aktion Mensch und der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung. Von Oktober 2002 bis Juli 2006 gab es keine Finanzierung aus öffentlichen Geldern für die Beratungsstelle, obwohl die Stadt Mannheim bereits Anfang 2002 die Notwendigkeit der Arbeit von PLUS bestätigt hatte und den Bedarf allein für die Jugendberatung für zwei halbe PsychologInnenstellen feststellte.

Seit 2006 finanziert die Stadt Mannheim die Beratung von Jugendlichen und jungen Menschen bis 27 Jahren und ihren Angehörigen aus Mannheim. Aufgrund der Nachfrage und der guten Arbeit erhöhte der Gemeinderat diese Förderung im Jahr 2008 auf 50.000 € pro Jahr. Seit 2020 fördert die Stadt Mannheim darüber hinaus die Beratung und Begleitung von lsbttiq geflüchteten Menschen mit 15.000 €.

Seit 2012 ist PLUS e.V. im Auftrag und mit finanzieller Förderung der Stadt Mannheim Träger von KOSI.MA, dem Kompetenzzentrum zu sexuell übertragbaren Infektionen in Mannheim, das allen Bürger*innen offensteht, die Fragen haben oder Unterstützung suchen rund um die Themen HIV/Aids sowie andere sexuell übertragbare Infektionen (STI). Weitere Informationen zu KOSI.MA finden Sie hier.

Die Städte Mannheim und Heidelberg fördern Aufklärungsworkshops für Schulklassen und Fortbildungen für Lehrkräfte des Bereichs POWER UP.

Dank der Unterstützung des Amtes für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg im Rahmen des Aktionsplans „Offen für Vielfalt und Chancengleichheit - Ansporn für alle“ konnte seit 2017 eine zusätzliche Förderung für Heidelberger*innen mit Beratungsbedarf zu allen Fragen rund um die Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung gewonnen werden. Damit besteht für Heidelberger*innen unabhängig vom Alter die Möglichkeit Unterstützung zu erhalten. Gemeinsam mit der Stadt Heidelberg läuft auch der Ausbau der Beratung sowie der Aufbau von Angeboten für lsbttiq Menschen mit Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen.

Eine weitergehende öffentliche Finanzierung für die Basisfinanzierung (d.h. für Geschäftsführung, Konzeptentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Vernetzung, Verwaltung aber auch Sachkosten wie Räume etc.) und vor allem die eigentliche Beratungs- oder Bildungsarbeit steht jedoch immer noch aus. PLUS bemüht sich weiterhin darum. Damit das Angebot weiterhin erhalten werden kann, sind wir dringend auf die Unterstützung durch Spenden und Fördermitgliedschaften angewiesen.

Wie kann ich PLUS unterstützen?

Wenn Ihnen/Dir die Arbeit von PLUS gefällt, wäre es schön, wenn Sie /Du Fördermitglied werden/würdest. Aber auch einzelne Spenden sind eine große Hilfe. PLUS ist gemeinnützig, Spenden sind daher steuerlich absetzbar. Bei Spenden über 50 € senden wir gerne eine Spendenquittung zu, dazu benötigen wir die Adresse auf der Überweisung. Bei Spenden unter 50 € ist der Einzahlungsbeleg ausreichend. Auch Sachspenden sind willkommen.

Spendenkonto:
Förderverein von PLUS e.V., IBAN: DE94 6709 0000 0093 5645 02
VR Bank Rhein-Neckar e.G., BIC: GENODE61MA2

Spendenkonto

Konto des Fördervereins von PLUS e.V.
IBAN: DE94 6709 0000 0093 5645 02
BIC: GENODE61MA2
VR Bank Rhein-Neckar e.G.